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Gemeinsam faszinierend
Adventskonzert mit Brass Band, Cäcilien- und Schülerchor, sowie Bläser der Musikschule
Die Brass Band Frohsinn, der Cäcilienchor, der Schülerchor der fünften und sechsten Klasse sowie Blechbläser der Musikschule Laupersdorf boten in der voll besetzten Laupersdörfer St.-Martins-Kirche ein Adventskonzert mit vielfältigen musikalischen Facetten.
RUDOLF SCHNYDER
Zur Eröffnung spielte die Brass Band Frohsinn (Leitung: Heinz Sinniger) «A Christmas Celebration» von James Curnow, wo nach dem fanfarenhaften Beginn immer wiederkehrend als Thema das bekannte Weihnachtslied «Herbei, oh ihr Gläubigen» vorkommt. Sehr gut gelang dem Schülerchor der fünften und sechsten Klasse (Leitung: Kurt Bader und Ruedi Berger) das «Winterlied», das die Zuhörerinnen und Zuhörer in die Einsamkeit, Kälte und Melancholie der griechischen Berge versetzte. Sieben Blechbläserschüler der Musikschule Laupersdorf (Leitung: Peter Baumann) überraschten mit einem Weihnachtschoral sowie zwei bekannten Märschen aus «Judas Maccabaeus» und «The occasional Oratorio» von Georg Friedrich Händel. Dabei waren die jüngsten Blechblasmusikschüler mit kleiner Pauke, Triangel und Schelle für den begleitenden Rhythmus besorgt.
Der Schülerchor sang à cappella die nicht einfach zu meisternde Vertonung des Joseph-Eichendorff-Gedichtes «O du stille Zeit». Das fetzige, aus Argentinien stammende Lied «Kommet mit, ihr Hirten», begleitet durch Schlaginstrumente, vermittelte Lebensfreude und Lust am Rhythmus. Sehr gut gelang dem Schülerchor auch der Spiritual «I’m Gonna Sing», bei dem das Publikum gar spontan mitklatschte.
Der Cäcilienchor Laupersdorf wurde von Mitgliedern des Kirchenchores Liestal unterstützt und sang unter der Leitung von Guro Evensen Hjemli die althergebrachten Weihnachtsweisen «Hört, es singt …» aus Hohenfurt und Prag (1541), Satz von Willi Gohl, und «Vom Himmel hoch, da komme ich her» (Leipzig 1539) mit einem Text von Martin Luther (Satz: Otto Kaufmann). Die aus Norwegen stammende Chorleiterin Guro Evensen Hjemli bearbeitete das skandinavische Weihnachtslied «Schön ist die Erde» und auch «Stille Nacht, heilige Nacht» neu, sodass ganz besondere Kompositionen daraus entstanden. Die Vorträge boten einen wahren Hörgenuss. Patrik Fluri (Orgel), Kirsty Whatley (Harfe) und Gunhild Alsvik (Sopran) als Solistin mit ausdrucksstarker Stimme, begleiteten den Chor.
Symbiose begeisterte
Die Brass Band Frohsinn spielte dieses Jahr wunderschön anzuhörende, sehr melodiöse Kompositionen, die der musikalische Leiter Heinz Sinniger besonders für den sakralen Kirchenraum mit der für eine Brass Band heiklen Akustik ausgesucht hatte. Die Musikantinnen und Musikanten erfreuen sich derzeit einer bemerkenswert guten musikalischen Form, was der zweite Rang in der vierten Stärkeklasse am kürzlich besuchten hochklassigen Contest für Brass Bands in Montreux bewies.
«Because We Believe» sang Andrea Bocelli an der Schlusszeremonie der Olympischen Winterspiele in Turin. «The Elvira Madigan Theme» stammt ursprünglich aus dem 21. Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart, und der zweite Satz ertönte in den Siebzigerjahren als Filmmusik. Beifallsstürme und die Forderung nach einer Zugabe erntete der Ohrwurm «Feliz Navidad» des spanischen Gitarristen José Feliciano, gemeinsam vorgetragen als gelungene Symbiose der hellen Stimmen des Schülerchors und der sehr dezent begleitenden Brass Band. Jasmin Dietschi führte mit viel Feingefühl und Sinnigkeit sowie wertvollen Informationen zu den einzelnen Kompositionen durchs Konzertprogramm. Zum Schluss des Konzertes erklang das gemeinsam von den Chören und der Brass Band intonierte «Joy to the World» von Georg Friedrich Händel, arrangiert von Hardy Schneiders. Der Erlös der Kollekte geht an die Aktion «Denk an mich».
Bericht im OT vom 13.12.2006
(21.12.2006, mbr)