News
Cornetist Nick Payne war Spitzenklasse
Erstmals konzertierte die Brass Band Frohsinn Laupersdorf in der neuen und mit Publikum voll besetzten Mehrzweckhalle Kreuzacker und bot ein musikalisch hoch stehendes und vom Dirigenten Heinz Sinniger ausgezeichnet zusammengestelltes Programm. Sonderklasse und brillant war der Gastsolist Nick Payne aus Manchester.
Rudolf Schnyder
Mit «The Corcoran Cadets» von John Philip Sousa, fulminant und teils fanfarenhaft klingend, eröffnete die Brass Band Frohsinn unter der Leitung von Heinz Sinniger (Winznau) das Konzertprogramm. Schon bei der ersten Komposition liess die sehr gute Akustik für Blasmusik in der neuen Mehrzweckhalle Kreuzacker das Publikum aufhorchen. Martin Brunner begrüsste speziell die Ehrenmitglieder, Veteranen, Gönner, Sponsoren und die zahlreichen Vereinsdelegationen. Jasmin Dietschi führte mit fundierten Informationen zu den einzelnen Kompositionen mit viel Charme und Herzlichkeit durch das Programm.
Als erster Solist in diesem Konzert, das mit Solisten-Parade betitelt war, brillierte Marco Schaad mit rasantem, virtuosem und präzisem Spiel auf dem Xylophon in der Komposition «Helter Skelter» (Hals über Kopf) von Walter G. Lemon. Nordische Stimmung wurde in der dreiteiligen Suite «Nordic Moods» des Norwegers Tom Brevik vermittelt und man wähnte sich an einem Fjord, in einer menschenleeren Kirche, wo urplötzlich norwegische Volkslieder ertönen oder an einem berauschenden Volksfest. In «Mr. Jums» von Chris Hazell werden die Eigenheiten von vier Katzen beschrieben.
Nick Payne faszinierte
Erstmals spielte bei einem Konzert der Brass Band Frohsinn mit dem Principal-Cornetisten Nick Payne aus dem Manchester ein Gastsolist auf. Schon bei seinem ersten Auftritt «Una voce poco fa», Arie aus dem ersten Akt der Oper «Der Barbier von Sevilla» von Gioacchino Rossini, faszinierte er mit seinem Tonansatz, der Virtuosität und der immensen Ausdrucksstärke sein Publikum. Der 40-jährige Vater zweier Töchter und Eigentümer einer Sanitär-Installationfirma begann im Alter von acht Jahren Cornet zu spielen und wurde mit 14 Jahren «British Junior Solo Champion». Als Principal-Cornetist spielte er in der Brass Band Boarshurst, trat 1995 in die weltbekannte Brass Band «Brighouse and Rastrick» ein und spielt heute bei der «Sellers International Band» und war mit der YBS Band auf Europatour.
Mit James Bond in den zweiten Teil
Mit «The James Bond Theme» von Monty Norman (Titelmelodie aus dem Film «Goldfinger») eröffnete die Brass Band Frohsinn mit James-Bond-Filmmusik den zweiten Konzertteil. Bei «Carnival of Venice», vom amerikanischen Cornet-Virtuosen Herbert L. Clarke geschrieben, forcierte Nick Payne sein Spiel bis an seine Leistungsgrenze und das Publikum war vom genialen Spiel begeistert. Zusammen mit Andrea Brunner (die bei einer musikalischen Weiterbildung in England bei seiner Familie wohnte) spielte er im Duett «Twin Peace». Zwischendurch wechselte die Brass Band Frohsinn zum Cha-Cha-Cha «Tomado de la mano» des dänischen Komponisten Erik Silfverberg. Der Hit des Abends war «Georgia on my mind», das eigentliche Staatslied des US-Bundesstaats Georgia, den schon Ray Charles auf Schallplatte aufgenommen hatte. Fetzig, jazzig und swingend spielte Nick Payne schlicht phänomenal und umwerfend den Solo-Part und die Halle verwandelte sich in ein Tollhaus. Dirigent Heinz Sinniger versteht es, seine Musikantinnen und Musikanten zu motivieren und zu begeistern. Er setzt auf disziplinierte, in der Sache unerbittlich harte Probenarbeit einerseits und auf gesellige Kameradschaft andererseits.
Fridolin Brunner wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Brass Band Frohsinn geeht. Zum Konzertabschluss ertönte der «Solothurner Marsch» des Fulenbacher Komponisten Stephan Jaeggi und als Zugaben «Ruselkas Lied an den Mond» von Antonin Dvorak, nochmals mit Nick Payne als Solist sowie der Marsch «Jahrhundertklänge» von Stephan Jaeggi.
Den Original-Zeitungsbericht gibt es hier zum Download.
(24.04.2007, sfl)