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Abba und Sister Act waren Hits des Abends

In der mit Publikum fast vollbesetzten Mehrzweckhalle Kreuzacker in Laupersdorf bot die Brass Band Frohsinn mit «Pätschwörk» unter der musikalischen Leitung von Heinz Sinniger (Winznau) ein Konzertprogramm mit bekannten Ohrwürmern aus der Musik- und Filmszene. Bei «Sister Act» war eine Symbiose von Frauenchor und Brass Band zu bewundern.

RUDOLF SCHNYDER Mit der fulminanten Ouvertüre aus dem Musical «Phantom of the Opera» von Andrew Lloyd Webber eröffnete die Brass Band Frohsinn das Konzertprogramm in Laupersdorf. In diesem Musical tritt eine gespenstische Figur im Untergrund der Pariser Oper in Erscheinung, was durch den zu Beginn dominanten Bass angedeutet wurde. Martin Brunner begrüsste speziell Ehrendirigent Anton Krapf (Mümliswil), die Ehrenmitglieder, Sponsoren, Gönner und die Vereinsdelegationen zum Jahreskonzert. «Pätschwörk» ist abgeleitet vom Selbstwahlstück «Patterns», das die «Frohsinn» am Kantonalen Musikfest in Wolfwil Ende Juni spielen wird. «‹Patterns› bedeutet Muster, und am heutigen Konzertabend werden verschiedene Muster zusammengefügt», erwähnte Martin Brunner. Jasmin Dietschi führte mit kurzen, fundierten Informationen zu den einzelnen Kompositionen und mit viel Charme und Herzlichkeit durch das Programm. Auch Klassik fehlte nicht «Hemmige» ist ein bekanntes Chanson von Mani Matter. Im Arrangement von Mario Bürki kommt im ersten Teil vorerst ruhig, getragen und melodiös das Lied als solches zur Geltung und im zweiten Teil wechselt die Komposition zu einem Swing in ziemlich rasantem Tempo und mit Soli von Cornet und Schlagzeug gespickt. Auch Klassik fehlte am Konzert nicht. Intoniert wurde «Prelude» aus der Oper «La Traviata» von Guiseppe Verdi, arrangiert von Alan Fernie. «Patterns» von Edward Gregson dauert sieben Minuten, hat nicht weniger als 52 Taktwechsel und umfasst nicht ganz alltägliche Taktarten, verschiedene rhythmische Muster und auch Disharmonien. Mit diesem anspruchsvollen Selbstwahlstück will die Brass Band Frohsinn am Kantonalen Musikfest in Wolfwil brillieren. Der «Colonel Bogey-March» von Kenneth J. Alford ist allen Leuten bestbekannt, lässt sich doch die Melodie «Fräulein, händ Sie mis Hündli gseh» leicht nachpfeifen. «Abba Goes Brass» der Renner Mit der Filmmusik «Gonna Fly Now» von Bill Conti, arrangiert von Alan Fernie, aus dem Boxerfilm «Rocky» setzte die Brass Band Frohsinn das Konzert nach der Pause fort. Volkstümlich ging es weiter mit «s'Träumli» von Christian Boss, einem Hit der 50er-Jahre. Das Arrangement von Derek Broadbent ist rhythmisch anspruchsvoll und raffiniert gestaltet. Ein erster Höhepunkt des Konzertes und auch der Publikumsrenner schlechthin war «Abba Goes Brass» von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, arrangiert von Alan Fernie. Die Komposition besteht eigentlich aus einem Medley bekannter Abba-Welthits wie «Mamma Mia», «Super Trooper», «I Have a Dream», «Fernando» oder «The Winner Takes it All». Weil anscheinend im Saal viele Abba-Fans anwesend waren, wurde dieses Stück bei den Zugaben nochmals gewünscht und auch zum Lieblingsstück des Publikums vom Abend auserkoren. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war «I Will Follow Him» aus dem Musical Sister Act von Frank Pourcel/Jaques Plante/Paul Mauriat, arrangiert von John G. Mortimer. Sieben Musikantinnen unter der Leitung von Dagmar Brunner kostümierten sich als Nonnen und sangen und tanzten als Frauenchor «Happy Sisters». Eine gelungene Symbiose von Chorgesang und Brass Band. Das begeisterte Publikum verlangte frenetisch eine Zugabe. Zugabe: Polka und «Solothurner Marsch» Dirigent Heinz Sinniger versteht es, seine Musikantinnen und Musikanten auch nach einem harten Arbeitstag in den Proben zu motivieren und zu begeistern. Er wählt immer wieder das Publikum ansprechende Konzertprogramme aus und setzt auf disziplinierte Probenarbeit einerseits und auf gesellige Kameradschaft andererseits. Als Zugaben spielte die Brass Band Frohsinn eine Polka und den «Solothurner Marsch» des Fulenbachers Komponisten Stefan Jäggi.

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(31.05.2009, sfl)